Oranienbaum, Historischer Ortsteil in Wittenberg, Deutschland.
Oranienbaum ist ein Ortsteil in Oranienbaum-Wörlitz mit einem Palastensemble aus geometrisch angelegten Gärten und niederländisch geprägten Bauwerken. Das längste Orangeriegebäude Europas aus dem Jahr 1818 schützt die Zitrusgewächse vor der winterlichen Kälte.
Der ursprüngliche Siedlungsname Nischwitz wurde 1673 in Oranienbaum umbenannt, als Gräfin Henriette Catharina von Nassau das Gebiet als Sommerresidenz auswählte. Die Anlage entwickelte sich daraufhin zu einem bedeutenden fürstlichen Wohnplatz im Osten Deutschlands.
Der Ort spiegelt niederländische Architektur in seinen Gebäuden und der Innenausstattung wider, mit Ledertapeten und gefliesten Räumen, die holländischen Einfluss zeigen. Besucher können diese europäischen Gestaltungselemente beim Erkunden der historischen Räume unmittelbar erleben.
Der Ort ist gut zu Fuß erkundbar, da die meisten Gebäude und Gärten nah beieinander liegen und leicht zugänglich sind. Bei der Planung eines Besuchs sollte man beachten, dass die Orangerie und die Gärten bei jeder Jahreszeit unterschiedliche Eindrücke bieten.
Ein Englisch-Chinesischer Garten aus den Jahren 1793 bis 1797 mit einer fünfgeschossigen Pagode befindet sich hier und ist das einzige erhaltene Beispiel dieser Gartenstilrichtung in Deutschland. Dieser Garten zeigt die europäische Begeisterung für exotische Gestaltungsformen in der ausgehenden Aufklärung.
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