Oranienbaumer Heide, Naturschutzgebiet bei Dessau-Roßlau, Deutschland
Die Oranienbaumer Heide ist ein rund 2683 Hektar großes Naturschutzgebiet in Sachsen-Anhalt zwischen Dessau-Roßlau, Oranienbaum-Wörlitz und Gräfenhainichen. Es umfasst naturnahe Laubmischwälder mit Stieleiche und Hainbuche, Auenwälder mit Schwarzerle und Esche entlang des Sollnitzbaches sowie Trocken- und Magerrasen, Heiden und Dünen mit Silbergras auf den Moränenflächen.
Das Gebiet wurde am 16. Oktober 1998 erstmals als Naturschutzgebiet „Mittlere Oranienbaumer Heide“ ausgewiesen. Eine neue Verordnung vom 23. Mai 2014, in Kraft seit dem 28. Juni 2014, ersetzte es durch das rund 2683 Hektar große Naturschutzgebiet „Oranienbaumer Heide“. Von 1945 bis 1992 nutzte die Sowjetarmee den zentralen Bereich als Truppenübungsplatz, wodurch die heutige offene Heide entstand.
Das Naturschutzgebiet hat seinen Namen von der nahe gelegenen Stadt Oranienbaum und zieht Besucher an, die mehr über die lokalen Ökosysteme erfahren möchten. Die Wanderwege zeigen die verschiedenen Lebensräume und wie Menschen und Natur hier zusammenleben.
Das Gebiet liegt südöstlich von Dessau zwischen Mildensee, Oranienbaum, Jüdenberg und Möhlau im Übergang vom Elbegebiet zur Dübener Heide. Es liegt zum größten Teil im Biosphärenreservat Mittelelbe, und 2.134 Hektar gehören zum Nationalen Naturerbe, das die DBU Naturerbe betreut. Der Sollnitzbach durchfließt oder begrenzt den Südwesten, wo Auenwälder aus Schwarzerle und Esche stocken.
Der zentrale Teil des Schutzgebietes diente von 1945 bis 1992 der Sowjetarmee als Truppenübungsplatz; Wege und offene Sandflächen aus dieser Zeit prägen die Heide bis heute. Rund 478 Hektar sind heute als Totalreservat ausgewiesen, in dem sich die Natur ohne Eingriffe entwickeln darf.
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