Domäne Wörlitz, Kulturdenkmal in Oranienbaum-Wörlitz, Deutschland.
Die Domäne Wörlitz ist ein Verwaltungsgebäude mit würfelförmigem Grundriss und Belvedere in Oranienbaum-Wörlitz, umgeben von ausgedehnten Höfen und landwirtschaftlichen Strukturen aus Ziegeln und Sandstein. Das Bauwerk verfügt über Sandsteindelemente, vier Treppenläufe und Original-Türen mit freistehenden Treppen auf der östlichen und westlichen Seite.
Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff entwarf die Gebäude zwischen 1783 und 1787 und orientierte sich dabei an Andrea Palladios Villa Emo in Italien. Nach zwei Bränden 1848 und 1866 wurde das Verwaltungsgebäude auf zwei Seiten erweitert.
Der Komplex war Zentrum einer vorbildlichen Hofwirtschaft unter Fürst Franz und verwaltete mehrere weitere Güter in der Region mit großem landwirtschaftlichen Geschick. Diese Betriebsweise prägte das Verständnis von rationeller Landbewirtschaftung in dieser Zeit.
Der Zugang zum Gebäude erfolgt über Treppen auf der Ost- oder Westseite, und die Sandsteindelemente erfordern bei Nässe Vorsicht beim Betreten. Besucher sollten mit unebenem Untergrund und älteren Treppen rechnen, besonders wenn sie sich die verschiedenen Höfe und Nebengebäude anschauen möchten.
Während des Zweiten Weltkriegs kam der Komplex relativ unbeschadet davon, was ihn zu einem seltenen Beispiel erhaltener Palladio-inspirierter Architektur in dieser Region macht. Von 1952 bis 2015 beheimatete das Hauptgebäude einen kommunalen Kindergarten, was ein ungewöhnliches Kapitel seiner Nutzungsgeschichte darstellt.
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