Vesuv von Wörlitz, Künstlicher Vulkan im Wörlitzer Park, Deutschland
Der Vesuv von Wörlitz ist eine künstliche Bergstruktur aus schwarzen Steinen und Schlacke, die wie ein echter Vulkan geformt wurde und sich ins Parkgelände einfügt. Im Inneren verborgene Kammern und Gänge sind mit einem Wassersystem verbunden, das früher Eruptionen nachbilden konnte.
Der Bau entstand zwischen 1788 und 1794, nachdem Fürst Leopold III. den echten Vesuv in Neapel besucht hatte und diese Erfahrung in seinen Park bringen wollte. Der Architekt Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff schuf eine Kopie, die zeigt, wie das 18. Jahrhundert Vulkane durch künstliche Nachbildungen erlebbar machte.
Die Nachbildung eines Vulkans zeigt, wie aufgeklärte Gelehrte des 18. Jahrhunderts die Natur verstehen wollten, nicht um sie zu fürchten, sondern um sie zu erforschen. Besucher können heute noch sehen, wie die künstliche Gestaltung Neugier auf wissenschaftliche Phänomene weckt, ganz wie damals beabsichtigt.
Es ist empfehlenswert, vor dem Besuch zu prüfen, wann Führungen oder Besichtigungen möglich sind, da das Innere nicht immer frei zugänglich ist. Der Berg selbst liegt zentral im Park und ist leicht zu erreichen, aber das Besteigen erfordert einige körperliche Anstrengung.
Unter dem Berg verbirgt sich ein komplexes Wassersystem, das bei bestimmten Veranstaltungen Lichter und Wasserfontänen erzeugt, ohne dabei Feuerwerk zu nutzen, das die alten Steine beschädigen würde. Diese Methode zeigt, wie man historische Bauwerke schützen kann, während man das ursprüngliche Erlebnis bewahrt.
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