Rathaus Gera, Renaissance-Rathaus in Gera, Deutschland
Das Geraer Rathaus besteht aus mehreren zusammenhängenden Gebäuden zwischen Markt und Kornmarkt. Der Renaissance-Hauptbau entstand 1573 bis 1575, vermutlich nach einem Entwurf von Nicol Gromann aus Torgau, und wurde am 14. Oktober 1575 mit der Aufsetzung des Turmknopfes vollendet. Sein 57 Meter hoher Turm überragt den Komplex; 1793 kam auf der Kornmarktseite ein dreigeschossiger Sandsteinanbau im Neorenaissancestil hinzu, 1911/12 folgte das Neue Rathaus.
Das heutige Rathaus entstand 1573 bis 1575 im Renaissancestil, wohl nach einem Entwurf von Nicol Gromann aus Torgau, und am 14. Oktober 1575 wurde der Turmknopf aufgesetzt. Beim Stadtbrand 1780 wurde es schwer zerstört, doch Mauern und weite Teile blieben erhalten, sodass es 1783/84 weitgehend originalgetreu wiederaufgebaut wurde; nur auf die bisherigen Zwerchgiebel auf der Marktseite wurde verzichtet. 1793 ergänzte man an der Rückseite am Kornmarkt einen dreigeschossigen Anbau im Neorenaissancestil aus Sandstein.
Das Portal zeigt die Wappenschilder der Fürstentümer Reuß und Solms sowie den kaiserlichen Doppeladler des Heiligen Römischen Reiches. Diese Symbole verdeutlichen die politische Verbundenheit und den Status der Stadt in der frühen Neuzeit.
Der Turm kann durch das Erklimmen von 161 Stufen erreicht werden und bietet von der Aussichtsplattform einen Rundblick über Gera. Das Innere beherbergt eine Ausstellung mit historischen Fotografien, die den Wandel der Stadt dokumentiert.
Die nur 8 Quadratmeter große Türmerstube war zuletzt von 1936 bis 1939 bewohnt. Heute zeigt sie eine kleine Dauerausstellung mit Zeichnungen von Heinz Xylander, einem Stadtgeschichtler und Ahnenforscher, der 1994 neun Tuschzeichnungen historischer Geraer Ansichten zum 3. Höhlerfest der "Jungen Stadtführer" schenkte.
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