Gewandhaus, Gotisches und Renaissance-Gildehaus am Altstadtmarkt, Braunschweig, Deutschland.
Das Gewandhaus ist ein Profanbau an der Altstadtmarkt mit einer markanten Ostfassade, die sich über drei Geschosse erstreckt und durch Säulen, Fenster und Skulpturen von Tugenden wie Hoffnung, Mut und Gerechtigkeit geprägt ist. Im Erdgeschoss befinden sich zwei Restaurants, während die oberen Ebenen seit 1910 Büros der Braunschweiger Handelskammer beherbergen.
Das Gebäude wurde erstmals 1303 erwähnt und diente den Schneidern als Lager- und Handelsort, die zu den wichtigsten Zünften der mittelalterlichen Stadt zählten. Seine heutige Gestalt mit Renaissanceelementen entstand durch umfassende Veränderungen während der frühen Neuzeit.
Das Gebäude war lange das Zentrum der Tuchhändler, die in der mittelalterlichen Stadt eine Schlüsselrolle spielten. Heute können Besucher im ältesten gastronomischen Keller Niedersachsens einkehren, der seit Jahrhunderten Gäste bewirtet.
Das Gebäude liegt zentral am Altstadtmarkt und ist von allen wichtigen Straßen der Innenstadt leicht erreichbar. Da sich hier Restaurants und Geschäfte befinden, können Besucher bequem eine Mahlzeit einnehmen oder in der Umgebung spazieren gehen.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude 1944 zerstört, doch die beeindruckende Ostfassade blieb teilweise erhalten. Eine sorgfältige Wiederherstellung von 1948 bis 1950 ließ das Bauwerk wieder auferstehen, wobei historische Elemente bewahrt wurden.
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