Gemeindepark Lankwitz, Gartendenkmal in Steglitz-Zehlendorf, Deutschland.
Der Gemeindepark Lankwitz ist ein Gartendenkmal im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit ausgedehnten Grünflächen, alten Bäumen und einem großen Teich. Der Park bietet Spielplätze, Sportfelder, Fitnesspfade, Minigolf und Gehege mit Hirsche, Ziegen und Schafen.
Im September 1909 beschloss die Gemeindevertretung von Lankwitz den Kauf des Areals für einen zentralen öffentlichen Park, der am 2. September 1911 als Beyendorffpark eröffnete, benannt nach Bürgermeister Rudolf Beyendorff, der das Projekt vorantrieb. Carl Rimann legte ihn 1910–1912 an. 1919 nach Beyendorffs Absetzung in der Novemberrevolution in Gemeindepark umbenannt, hieß er ab 1933 wieder Beyendorffpark, bis die Nationalsozialisten ihn 1939 wegen dessen Weigerung, der NSDAP beizutreten, erneut Gemeindepark nannten. Park und Ehrenmal stehen unter Denkmalschutz.
Der Name des Parks folgte der Politik: 1911 als Beyendorffpark für Bürgermeister Rudolf Beyendorff eröffnet, hieß er nach der Novemberrevolution ab 1919 Gemeindepark, ab 1933 wieder Beyendorffpark und ab 1939 erneut Gemeindepark, nachdem Beyendorff den Beitritt zur NSDAP verweigert hatte. Die Straße Am Gemeindepark wurde ebenso umbenannt. In der Rundmauer des Ehrenmals steht eine alte Kastanie, umgeben von einer steinernen Sitzbank und drei Stelen: eine Schwurhand, ein christliches Kreuz und eine Frau mit Pflugschar und fliegendem Adler, ein Denkmal für die Frauen, die im Ersten Weltkrieg die Arbeit ihrer Männer verrichteten.
Der Park liegt im geografischen Zentrum von Lankwitz, nahe dem barrierefreien Seniorenzentrum Clubhaus Lankwitz bei den Blumenrabatten mit Bänken und Schachtischen. Der 13 Meter hohe Hügel dient im Winter als Rodelbahn. Das Ehrenmal auf der Kuppe ist seit Jahren wegen Vandalismus gesperrt und nur von außen zu sehen.
Das Ehrenmal auf dem Hügel wurde von Fritz Freymüller entworfen und am 13. Juni 1926 für rund 400 im Ersten Weltkrieg gefallene Lankwitzer eröffnet; nach 1945 wurden die Jahreszahlen des Zweiten Weltkriegs über dem Eingang ergänzt. Innerhalb einer Rundmauer aus Kalkstein mit bogenförmigen Fensterhöhlen umgeben eine alte Kastanie ein steinerner Sitzbank und drei Stelen: eine Schwurhand, ein Kreuz und eine Frau mit einer Pflugschar. Wegen Vandalismus ist es seit Jahren gesperrt.
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