Maltererteppich, Mittelalterlicher Wandteppich im Augustinermuseum, Freiburg, Deutschland
Die Malterer Tapisserie ist ein mittelalterliches Wollleinen-Gewebe von etwa 5 Metern Breite und knapp 70 Zentimetern Höhe. Das Stück war ursprünglich als Bankbehang konzipiert und zeigt detailliert gearbeitete Figuren in mehreren Szenen.
Die Tapisserie wurde in den 1320er Jahren hergestellt und stammt aus dem St. Katharina-Dominikanerkonvent in Freiburg. Sie trägt die Wappen von Johannes und Anna Malterer, die als Stifter oder Auftraggeber des Werks gelten.
Das Textilwerk zeigt vier Doppelszenen mit Figuren wie Samson, Aristoteles, Vergil und Iwein, die mit Herausforderungen in ihren Beziehungen zu Frauen konfrontiert sind. Diese Szenen vermischen religiöse und weltliche Geschichten auf eine Weise, die mittelalterliche Moralvorstellungen widerspiegelt.
Das Werk befindet sich in der ständigen Sammlung des Augustinermuseums in Freiburg, ist aber derzeit nicht öffentlich zugänglich. Interessenten sollten sich vor einem Besuch mit dem Museum in Verbindung setzen, um die aktuelle Ausstellungssituation zu erfragen.
Das Stück funktionierte im Mittelalter als praktisches Möbelzubehör zum Auflegen auf Sitzbänken, kombinierte dabei aber künstlerisch anspruchsvolle narrativ Szenen. Diese Verbindung von alltäglichem Gebrauch mit hochwertigem künstlerischem Handwerk zeigt, wie Kunstwerke damals auch den Privatraum bereicherten.
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