Erzbischöfliches Ordinariat Freiburg, Verwaltungsgebäude der Erzdiözese Freiburg in Freiburg im Breisgau, Deutschland
Das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg ist der Verwaltungssitz der Erzdiözese, 1903 bis 1906 nach Plänen Raimund Jeblingers errichtet und mit Landstuhler Sandstein verkleidet. Die späthistoristischen Fassaden verbinden spätromanische und byzantinisierende Elemente mit Jugendstilmotiven; an Ecke und Sockelgeschossen sitzen vorspringende Mauerstreifen mit eingeritztem Zickzackmuster, die Rundbogenfenster liegen in vertieften Rahmungen. Ein Säulenportal öffnet sich zur Schoferstraße.
Auf dem Gelände stand seit 1700 das Augustiner-Chorherren-Stift Allerheiligen, das der Säkularisation zum Opfer fiel; die Gebäude dienten ab 1851 als Militärspital und ab 1871 als Kaserne. Nachdem die katholische Kirche das Gelände 1902 erwarb, wurden die Klostergebäude abgebrochen. Raimund Jeblingers Planungen begannen 1900; im Juni 1903 wurde fundamentiert, im Dezember 1904 der Dachstuhl gesetzt, und im November 1906 weihte Erzbischof Thomas Nörber den Bau ein. Ein Bombentreffer im Februar 1945 erzwang eine Renovierung, die Fassade und Dach veränderte.
Das Gebäude ist der Verwaltungssitz der Erzdiözese Freiburg, einer kirchlichen Behörde und nicht einer Pfarrkirche. Die Ausmalung des Innenraums stammt vom Freiburger Künstler Franz Schilling. Die von Jeblinger vorgesehenen farbigen und vergoldeten Ornamente blieben wegen Einwänden des Domkapitels auf das Innere beschränkt.
Der Haupteingang liegt in der Schoferstraße, gegenüber dem Collegium Borromaeum und nahe dem Münster. Von 1933 bis 2005 betraten Besucher das Gebäude über die Herrenstraße und umgingen so das besonders reich gestaltete Haupttreppenhaus; seit Januar 2006 wird wieder der ursprüngliche Eingang in der Schoferstraße genutzt. Das Gebäude liegt im Stadtzentrum, fußläufig von Haltestellen des öffentlichen Verkehrs.
Die Innenraumbemalung stammt vom Freiburger Künstler Franz Schilling. Jeblinger hatte auch farbige und vergoldete Ornamente für die Fassade vorgesehen, doch Einwände des Domkapitels beschränkten sie auf das Innere. Von 1933 bis 2005 betrat man das Gebäude über die Herrenstraße und verpasste so das reich gestaltete Haupttreppenhaus; seit Januar 2006 dient wieder der ursprüngliche Eingang in der Schoferstraße.
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