Kleinkastell Altes Jagdhaus, Archäologische Stätte am Obergermanischen Limes in Schmitten im Taunus, Deutschland.
Das Kleinkastell Altes Jagdhaus ist ein römisches Kastell in Schmitten im Taunus mit trapezförmigem Grundriss und einer Fläche von etwa 650 Quadratmetern. Die Mauern bestehen aus unbearbeiteten Steinen, die ohne Mörtel zusammengefügt wurden und das Layout des Lagers noch heute erkennbar machen.
Das Kastell wurde um 150 n. Chr. gegründet und diente der Römischen Armee als Beobachtungsposten entlang der Grenze bis etwa 259/260 n. Chr. Diese Defensivlinie war ein wichtiger Teil der Strategie zur Kontrolle des Grenzgebietes zwischen dem Römischen Reich und den Gebieten jenseits.
Archäologische Funde zeigen, dass der Ort von Soldaten bewohnt wurde, die das Grenzgebiet überwachten und mit lokalen Ressourcen lebten. Die Spuren ihrer täglichen Arbeit sind in den Steinen und Resten sichtbar, die heute noch an diesem Ort zu sehen sind.
Der Ort liegt im Taunuswald auf 678 Metern Hohe und kann uber mehrere Wanderwege erreicht werden, die durch die Wälder führen. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und genügend Zeit einplanen, um den trapezförmigen Grundriss und die Steinmauern zu erforschen.
Etwa 1000 Jahre nach dem Fall des Kastells errichteten Jäger im 16. Jahrhundert eine Jagdhütte mit den Dimensionen 7 mal 10,7 Metern direkt in den Ruinen der römischen Mauern. Diese Wiedernutzung des antiken Ortes gab ihm seinen modernen Namen.
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