Gut Oheimb, Herrenhaus in Porta Westfalica, Deutschland.
Gut Oheimb ist ein ehemaliges Herrenhaus in der Ortschaft Holzhausen der Stadt Porta Westfalica, südlich des Wesergebirges und östlich der Weser. 1690 wurde auf dem Gelände ein Herrenhaus errichtet; das Gut umfasste 800 Morgen, davon 350 Morgen Wald. Einige alte Bäume sind erhalten, die Anlage ist jedoch stark verwildert, und am Westrand des Parks liegt das Erbbegräbnis der Familie von Schellersheim vom Rittergut Eisbergen.
Erstmals urkundlich erwähnt wird das Gut 1099, als die Edelfrau Reinmildes das bischöfliche Gut zu lebenslanger Nutzung erhielt; 1170 kaufte der Mindener Bischof Werner es von ihrer Tochter Reinmuldis, damals Äbtissin zu Wunstorf, zurück. Ab 1620 ist Johann von Grone als Besitzer bekannt; nach dem Tod des letzten männlichen Grone 1772 ging es an Charlotte Lucie, Ehefrau des Obersten Georg Wilhelm von Oheimb, deren Familie es bis Mitte des 20. Jahrhunderts behielt. Alexander Wilhelm Heinrich von Oheimb, ab 1868 Besitzer und Landrat des Kreises Minden, setzte sich für Straßenbau und Schulwesen ein und ging mit der Initiative für das Kaiser-Wilhelm-Denkmal hervor; am 18. Oktober 1896 hielt er im Beisein des Kaiserpaares die Eröffnungsrede. In den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs diente das Anwesen als Lazarett, danach als Privatklinik; 1952 kaufte das Deutsche Rote Kreuz die Gebäude.
Die Namen des Gutes erinnern an seine Besitzer: Es hieß „Grauer Hof“, „Gronen Hof“ und „Gut Holzhausen“, bevor es den Namen der Familie von Oheimb annahm, der es von 1772 bis Mitte des 20. Jahrhunderts gehörte. Charlotte Lucie von Grone brachte es durch ihre Heirat mit dem Obersten Georg Wilhelm von Oheimb in die Familie ein. Am Westrand des Parks liegt das Erbbegräbnis der Familie von Schellersheim vom Rittergut Eisbergen.
Gut Oheimb ist Privateigentum der in Bad Sassendorf ansässigen „Habitat Seniorenwohnheime“ und nicht öffentlich zugänglich; Besuche beschränken sich daher auf die Außenansicht. Die Ortsgemeinschaft hat die Pflege des Parks übernommen; einige schöne Altbäume sind erhalten, ansonsten ist die Anlage stark verwildert. Das Gut liegt südlich des Wesergebirges und östlich der Weser im Ortsteil Holzhausen der Stadt Porta Westfalica.
Die Initiative für das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Wittekindsberg ging von Alexander Wilhelm Heinrich von Oheimb aus, seit 1868 Besitzer des Gutes und Landrat des Kreises Minden. Am 18. Oktober 1896 hielt er im Beisein des Kaiserpaares die Eröffnungsrede. In die Familie gelangt war das Gut über Charlotte Lucie von Grone, die nach 1772 den Obersten Georg Wilhelm von Oheimb heiratete.
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