Gut Schede, Architektonisches Baudenkmal in Herdecke, Deutschland.
Gut Schede, auch Haus Schede genannt, ist ein Adelssitz und heutiger Bauernhof auf einer Anhöhe des Ardeygebirges über der Ruhr in Herdecke. Ältester erhaltener Bau ist ein Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert; das Herrenhaus wurde 1810 aus Ruhrsandstein errichtet, die große Scheune stammt von 1805.
Das Gut geht bis auf das 9. Jahrhundert zurück; ältester erhaltener Bau ist ein Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert, in dem ab 1640 der Richter Reinermann zu Wetter lebte. Ab 1748 wohnte hier die Familie des Industriellen Peter Harkort, die mit einem Rohstahlhammer im benachbarten Wetter den Beginn der Eisen- und Stahlerzeugung im Ruhrgebiet mitgestaltete. Das Herrenhaus wurde 1810 aus Ruhrsandstein errichtet; Friedrich Harkort, gestorben 1880, wurde in der Erbbegräbnisstätte Harkort im Wald des Gutes beigesetzt.
Der Hof wurde lange Zeit von der Familie Harkort geprägt, die hier arbeitete und wirtschaftete. Der Ort verkörpert die Verbindung zwischen ländlichem Leben und industrieller Entwicklung in dieser Region.
Gut Schede liegt auf einer Anhöhe des Ardeygebirges über der Ruhr und ist Privateigentum der Familie Harkort; erreichbar ist es nur zu Fuß, ohne Zufahrt oder Parkplatz für Fahrzeuge. Herrenhaus, Hauptscheune von 1805 und die privat genutzten Jugendstilräume sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und werden nur sehr selten geöffnet. Spaziergänge auf den umliegenden Wegen und der Allee mit ihren neueren Skulpturen sind möglich, Hof und Gebäude bleiben jedoch vorbehalten.
Die Hauptscheune von 1805 besitzt eine fast einzigartige freitragende Dachkonstruktion; sie galt als Test für das gleichartige Dach des Herrenhauses. Zwischen 1995 und 2015 veranstaltete die Familie Harkort dort einmal im Jahr dreitägige Kunstausstellungen mit Konzerten.
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