Hauptfriedhof Trier, Denkmalgeschützter Friedhof in Trier, Deutschland.
Der Hauptfriedhof ist eine 15 Hektar große Begräbnisstätte mit Grabmälern in verschiedenen architektonischen Stilen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Neugotische, klassizistische und Jugendstil-Monumente stehen neben schlichten Gräbern und schaffen ein vielfältiges Bild von Grabkultur.
Der Friedhof wurde 1804 als Ersatz für die innerstädtischen Begräbnisplätze gegründet und prägt seitdem das Bestattungswesen Triers. Große Teile des Geländes wurden nach den Weltkriegen als Soldatenfriedhöfe genutzt und erinnern an Tausende Gefallene aus beiden Kriegen.
Der Friedhof zeigt, wie verschiedene Bevölkerungsgruppen Triers ihre Angehörigen beerdigt haben: wohlhabende Familien mit eigenen Gruften, religiöse Gemeinden in separaten Bereichen und seit 1920 auch die jüdische Gemeinde. Man kann an den unterschiedlichen Grabsteinen und Denkmälern ablesen, welche Bedeutung Bestattung für die Stadtgesellschaft hatte.
Der Friedhof ist meist zu Fuß erreichbar und gut ausgeschildert, wobei die meisten Bereiche ebenso zu gehen sind. Bei der Ankunft empfiehlt es sich, eine Orientiierungstafel zu nutzen, um sich in dem großen Gelände zurechtzufinden.
Ein Denkmal von Michael Trierweiler aus 1950 zeigt einen knienden Mann mit gesenktem Kopf und erinnert an Opfer des Nazi-Regimes. Diese Skulptur ist besonders berührend, weil sie nicht Namen nennt, sondern universelle Trauer ausdrückt.
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