High-Deck-Siedlung, Öffentlicher Wohnkomplex in Neukölln, Deutschland.
Die High-Deck-Siedlung ist eine Wohnsiedlung mit erhobenen Fußwegen, die fünf bis sechsgeschossige Wohngebäude verbinden, verteilt über etwa 32 Hektar Land in Neukölln. Die Anlage umfasst rund 2.400 Wohnungen und bietet Platz für mehr als 1.000 Parkplätze auf ebener Erde, während Fußgänger separate erhöhte Wege mit Grünflächen nutzen.
Die Siedlung wurde zwischen 1975 und 1984 von den Architekten Rainer Oefelein und Bernhard Freund erbaut und entstand als Teil von Berlins sozialen Wohnungsbauprogrammen. Das Projekt spiegelt die Planungsideen jener Zeit wider, in denen die Trennung von Fuß- und Fahrzeugverkehr als modern und fortschrittlich galt.
Die Straßennamen im Quartier erinnern an bekannte Künstler wie Fritzi Massary und Joseph Schmidt und zeigen die Verbindung zum Kulturleben der Stadt. Besucher können diese künstlerischen Bezüge beim Spaziergang durch die Wohnanlage entdecken.
Die Wohnsiedlung ist leicht zu Fuß erkundbar, da die erhobenen Wege einen klaren Weg durch das gesamte Gelände bieten und die Orientierung vereinfachen. Besucher sollten beachten, dass der Ort eine ruhige Wohngegend ist und es am besten ist, in den Tageszeiten zu spazieren, wenn die meisten Menschen draußen aktiv sind.
Ein besonderes Merkmal ist die zweischichtige Struktur, die Autos und Menschen völlig trennt und einen eigenen Kosmos schafft. Diese radikale Aufteilung war damals futuristisch, zeigt heute aber auch die Grenzen dieser Planungsphilosophie.
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