Hellerhofsiedlung, Wohnkomplex in Gallus, Deutschland.
Die Hellerhofsiedlung ist ein Wohnkomplex im Frankfurter Stadtteil Gallus, der aus zweigeschossigen Reihenhäusern besteht, die entlang der Frankenallee in einem Zickzackmuster angeordnet sind. Die Gebäude sind in mehreren Blocks organisiert und folgen den Prinzipien des funktionalen Bauens mit flachen Dächern und hellen Fassaden.
Der niederländische Architekt Mart Stam entwarf die Siedlung zwischen 1929 und 1932 im Rahmen des Frankfurter Wohnungsbauprogramms unter Stadtbaurat Ernst May. Sie entstand in einer Zeit, in der Frankfurt zu einem Zentrum des modernen Städtebaus in Europa wurde.
Die Hellerhofsiedlung ist mit dem Neuen Frankfurt verbunden, einer Reformbewegung, die erschwinglichen Wohnraum mit durchdachter Gestaltung verbinden wollte. Die Grundrisse der Häuser folgten klaren Ideen darüber, wie Familien ihren Alltag organisieren sollten, mit kleinen, aber funktional geplanten Küchen.
Die Siedlung liegt im Gallus-Viertel und ist von der Frankenallee aus gut zu erreichen. Die öffentlichen Wege zwischen den Häusern sind zugänglich, sodass man die Anordnung der Gebäude beim Durchlaufen gut erkennen kann.
Die Gartenanlagen zwischen den Häuserzeilen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg auf Trümmerschutt aus den Bombardierungen der Stadt angelegt. Der Schutt wurde planiert und begrünt, sodass heute kaum jemand ahnt, was sich darunter verbirgt.
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