Pellerhaus, Renaissance-Kaufmannshaus in Nürnberg, Deutschland
Das Pellerhaus ist ein Renaissance-Kaufmannshaus in Nürnberg mit einem rekonstruierten Innenhof, dessen zwei Geschosse von Galerien geprägt sind. Das Erdgeschoss mit seinen Arkaden bewahrt ursprüngliche Strukturen aus dem 17. Jahrhundert, während der obere Teil 1957 neu errichtet wurde.
Martin Peller ließ das Haus ab 1602 errichten und lebte dort zwischen 1625 und 1629 mit seiner Familie. Die Familie behielt das Anwesen bis 1828, danach wechselte es mehrmals den Besitzer.
Der Name Pellerhaus geht auf Martin Peller zurück, der 1600 das Grolandsche Anwesen für 6290 Gulden erwarb und es ab 1602 neu errichten ließ. Ein Relief des heiligen Martin von Tours im dritten Obergeschoss der Vorderhausfassade spielt auf seinen Vornamen an. Bis 1828 wohnte die Familie Peller im Haus.
Das Gebäude beherbergt seit 2013 das Deutsche Spielearchiv, das sich der Geschichte und Kultur von Spielen widmet. Besucher sollten sich vorab informieren, da sich die Öffnungszeiten und Ausstellungen je nach Saison verändern können.
Die erhaltene Eingangshalle im Erdgeschoss ist in neun Joche mit gotischen Rippengewölben gegliedert; auch Treppenturm und Keller überstanden die Bomben 1944/45. Die Arkaden des Hofes ruhen auf oktogonalen Pfeilern. Den 1952 ausgeschriebenen Wettbewerb für den Egidienplatz gewannen Fritz und Walter Mayer, deren Bau 1955 bis 1957 entstand.
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