Städtisches Elektrizitätswerk, Ehemaliges Elektrizitätswerk in Schwerin, Deutschland
Das Städtische Elektrizitätswerk ist ein ehemaliges Kraftwerk am Spieltordamm zwischen Pfaffenteich und Ziegelsee in Schwerin. Der 1903/04 im deutschen Renaissancestil errichtete Backsteinputzbau besitzt eine Maschinenhalle und einen Verwaltungstrakt. Durch die Türme und die aufwändige Fassadengestaltung wirkt das Gebäude wie ein Schloss.
1901 beschloss der Bürgerausschuss den Bau, nachdem Senator Lisch wiederholt darauf gedrängt hatte; der Berliner Ingenieur Georg Klingenberg erstellte das Gutachten, die AEG Berlin baute das Werk am Spieltordamm. Im November 1904 begann der Probebetrieb, am 24. Dezember der Regulärbetrieb. Man wählte Gleichstrom; bis 1969 diente es der Stromproduktion, bis 1999 als Schaltanlage.
Seit 1998 dient das ehemalige E-Werk als Spielstätte des Staatstheaters, der Puppenbühne, der Fritz-Reuter-Bühne und des Kunstvereins für Mecklenburg und Vorpommern. Die schlossähnliche Backsteinfassade am Spieltordamm zwischen Pfaffenteich und Ziegelsee verweist noch heute auf diese Doppelrolle als Industriedenkmal und Kulturort.
Das E-Werk steht am Spieltordamm 5 am Nordostufer des Pfaffenteichs, zwischen See und Ziegelsee. Seit 1998 dient der denkmalgeschützte Bau dem Staatstheater, der Puppenbühne, der Fritz-Reuter-Bühne und dem Kunstverein für Mecklenburg und Vorpommern; der Zugang zum Inneren richtet sich daher nach der jeweiligen Veranstaltung.
Die Generatoren wurden mit Gasmotoren ohne Kamine betrieben, um das Stadtbild nicht zu beeinträchtigen. Diese Lösung ermöglichte es, eine moderne Industrieanlage harmonisch in die städtische Umgebung zu integrieren.
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