Jagdschloss Fürstenwalde, Barockjagdschloss in Fürstenwalde/Spree, Deutschland
Das Jagdschloss Fürstenwalde ist ein barockes Herrenhaus mit zwei Geschossen am Ufer der Spree, das sich durch 13 Fensterachsen unter einem Walmdach und einen vorspringenden Mittelteil auszeichnet. Der Bau liegt unmittelbar an dem Fluss und zeigt die typischen Proportionen der Barockarchitektur mit symmetrischer Fensterverteilung.
Friedrich III. erteilte 1699 den Auftrag zum Bau des Schlösschens und berief Martin Grünberg, den Hofarchitekten, der auch das Schloss Grunewald entworfen hatte. Ein Jahrhundert später ließ Friedrich II. das Gebäude 1750 in ein militärisches Getreidespeicher umwandeln und verstärkte es mit stabilen hölzernen Balkendecken.
Die Anlage diente dem preußischen Adel als Ort für Jagdausflüge und Vergnügen mit angelegten Gärten und Fischteichen. Besucher können noch heute die Struktur eines höfischen Lustortes erkennen, der Natur und Architektur miteinander verband.
Die Anlage wurde zwischen 2020 und 2023 umfassend saniert und dabei wichtige ursprüngliche Merkmale bewahrt, die aus verschiedenen Nutzungsphasen stammten. Besucher finden einen gut zugänglichen Ort am Flussufer vor, dessen äußere Erscheinung die komplexe Baugeschichte widerspiegelt.
Das Gebäude trägt in seinem Inneren noch die massiven hölzernen Balkendecken, die Friedrich II. beim Umbau 1750 für die Lagerung von Getreide einbauen ließ. Diese robuste Konstruktion ist ein sichtbares Zeichen des Wandels vom fürstlichen Vergnügungsort zum militärischen Funktionsbau.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.