Reichsautobahn-Tankstelle Fürstenwalde, Historische Tankstelle in Fürstenwalde/Spree, Deutschland
Die Reichsautobahn-Tankstelle Fürstenwalde ist eine Betankungsanlage mit charakteristischem Dachaufbau, die 1937 für den Autobahnverkehr errichtet wurde. Der dreieckige Grundriss folgte der Verkehrsführung an der Anschlussstelle, während das markante V-förmige Dach die Konstruktion prägt.
Die Anlage wurde 1937 von der Berliner Firma Wilhelm Unger errichtet und etablierte den Baustandard für nachfolgende Autobahnstationen in Deutschland. Sie blieb bis Dezember 1995 in Betrieb, bevor sie 1996 als Kulturdenkmal geschützt wurde.
Die Tankstelle zeigt eine moderne Formsprache, die sich bewusst von den traditionellen Baustilen der Region unterschied. Besucher können heute noch die klare geometrische Struktur erkennen, die damals als progressiv und zukunftsorientiert wahrgenommen wurde.
Das Gebäude ist von außen sichtbar und zeigt seine ursprüngliche Konstruktion mit dem charakteristischen Dachaufbau. Besucher können die räumliche Anordnung zwischen Erdgeschoss mit Servicebereich und dem darunter liegenden Kellergeschoss noch in der Architektur nachvollziehen.
Die Anlage bediente Fahrzeuge aus beiden Fahrtrichtungen der Autobahn von einer zentralen Position aus, was eine seltene Effizienzlösung darstellte. Diese zweiseitige Versorgungsfunktion war in der Infrastrukturplanung jener Zeit ungewöhnlich und wird heute in der Architekturgeschichte als innovativ anerkannt.
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