Kiefernstraße, Wohnkomplex mit Straßenkunst in Flingern-Süd, Düsseldorf, Deutschland
Kiefernstraße ist eine Wohnstraße in Flingern-Süd mit bemalten Hausfassaden, die sich über mehrere hundert Meter erstreckt. Die Gebäude wurden ursprünglich als Arbeitersiedlung gebaut und kombinieren heute funktionierende Wohnungen mit Kunsträumen und Veranstaltungsorten.
Die Straße wurde 1902 als Siedlung für Arbeiter der Stahlindustrie angelegt und diente lange als typische Arbeitersiedlung. In den 1980er Jahren veränderte sich das Viertel grundlegend, als Besetzer leer stehende Wohnungen in Anspruch nahmen und neue Lebensformen etablierten.
Der Stadtteil hat eine vielfältige Bevölkerung, die sich aus Menschen verschiedener Herkunft zusammensetzt und das Viertel durch alltägliche Begegnungen prägt. Die Kulturbureau dient als Treffpunkt, wo Nachbarn zusammenkommen und gemeinsame Projekte entstehen.
Die Straße ist leicht zu Fuß erreichbar und bietet mehrere Kulturorte zum Erkunden, darunter Musikstudios, Clubs und Skateplätze. Besucher sollten bedenken, dass einige Bereiche begrenzte Öffnungszeiten haben und es sinnvoll ist, vorher zu prüfen, welche Veranstaltungen stattfinden.
Nach Konflikten in den 1980er Jahren erhielten die Besetzer 1987 offiziell Mietverträge statt Räumungsbefehle, was zu einer bemerkenswerten Lösung führte. Diese Übereinkunft ermöglichte es, dass die ursprüngliche Gemeinschaft bestehen blieb und die Gegend bis heute einen experimentellen Charakter bewahrt hat.
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