Leuchtturm Moritzburg, Inlandsleuchtturm nahe Schloss Moritzburg, Deutschland
Das Leuchtfeuer Moritzburg ist ein Backsteinbau, der etwa 22 Meter hoch ist und in der Nähe eines großen Gewässers namens Niederer Großteich in Sachsen steht. Die Struktur prägt das Landschaftsbild des Schlossparks und wirkt hier wie ein markantes architektonisches Element in der waldreichen Umgebung.
Das Bauwerk entstand in der späten Herrschaftszeit des 18. Jahrhunderts, als die sächsische Hofgesellschaft es als Kulisse für inszenierte Seeschlachten nutzte. Die Errichtung folgte dem höfischen Trend, das Schlossgelände mit theatralischen und exotischen Bauwerken zu gestalten.
Das Leuchtfeuer ist Teil des Ensembles rund um Schloss Moritzburg und steht in einer Parklandschaft, die von den Vorlieben der sächsischen Adligen geprägt wurde. Der Bau spiegelt den Geschmack für Exotisches und Theatralisches wider, das damals die höfische Welt bestimmte.
Das Gelände ist über Wanderwege zu erreichen, die durch die waldige Parklandschaft führen und mit dem Schloss selbst verbunden sind. Der Besuch funktioniert am besten, wenn man genug Zeit für einen Spaziergang durch die gesamte Anlage einplant, da das Leuchtfeuer nur von außen einsehbar ist.
Dies ist Deutschlands einziges Leuchtfeuer, das speziell für inszenierte Seeschlachten und höfische Unterhaltung gebaut wurde, anstatt tatsächliche Schiffe zu leiten. Diese ungewöhnliche Funktion machte es zu einem Kuriosum unter allen Leuchttürmen Europas.
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