Linienstraße, Bordellstraße in Dortmund
Linienstraße ist eine etwa 200 Meter lange Wohnstraße nördlich des Hauptbahnhofs in Dortmunds Innenstadt-Nord. Die Straße besteht aus mehrstöckigen Ziegelhäusern aus dem frühen 20. Jahrhundert und enthält mehrere Bordelle und kommerzielle Räume mit Fensterfronten.
Ende des 19. Jahrhunderts ordneten die Behörden Sexarbeit auf dieser Straße an, um öffentliche Ordnung und Gesundheit zu kontrollieren. 1902 wurde sie offiziell Linienstraße genannt, und ab 1914 wurde sie zur Hauptzone für legalisierte Prostitution in Dortmund.
Die Straße ist seit über 100 Jahren ein Ort, an dem Sexarbeit sichtbar und reguliert stattfindet, mit Fensterprostitution in mehrstöckigen Häusern. Besucher bemerken heute eine alltägliche Infrastruktur für diese Arbeit, die einen besonderen Alltag zeigt, den andere Teile der Stadt nicht haben.
Die Straße liegt neben dem Hauptbahnhof und ist leicht zu Fuß zu erreichen; sie ist offen für Besucher, obwohl es wichtig ist, lokale Regeln zu respektieren und den Bewohnern keine Belästigung zu bereiten. Der Zugang ist tagsüber einfacher, und die Straße bleibt ungefährlich, wenn man sich diskret verhält.
Die Straße trägt einen Namen, dessen Ursprung unklar bleibt; einige Erklärungen deuten auf das Wort 'Linie' hin, aber viele Menschen scherzen, dass der Name sich auf die Nutzung der Straße bezieht. Dieser Humor spiegelt wider, wie Einwohner und Besucher das Eigentümliche des Ortes verstehen.
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