Xantener Knabe, Bronzestatue im Neuen Museum, Deutschland
Der Xantener Knabe ist eine Bronzestatue aus der Römerzeit, die einen etwa zwölfjährigen Jungen darstellt, dessen Kopf mit einem Kranz aus Eicheln, Ähren, Weintrauben und Blumen geschmückt ist. Die Figur ist für ein Museum ausgestellt und zeigt eine sorgfältige Bearbeitung der Oberfläche sowie eine für antike Bronzen typische dunkle Patina.
Die Figur geht auf griechische Vorbilder aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. zurück und wurde später im Römischen Reich verwendet. Im Jahr 1858 entdeckten Fischer sie zufällig im Rhein, als der Wasserstand besonders niedrig war.
Die Figur stellt einen jungen Diener dar, der bei römischen Festmählern Speisen und Getränke auf einem Tablett servierte, das er in den ausgestreckten Händen hielt. Solche Bronzefiguren schmückten die Tische wohlhabender Römer und zeigten den Reichtum und den Geschmack ihrer Besitzer.
Die Statue ist in einem Museum zu sehen, wo man sie aus kurzer Entfernung betrachten und die Details der Oberfläche gut erkennen kann. Es lohnt sich, die Figur von verschiedenen Seiten anzuschauen, da viele Einzelheiten erst beim näheren Hinsehen sichtbar werden.
Die Beine der Figur wurden zusammen mit dem Rumpf in einem einzigen Guss gefertigt, was für die damalige Zeit eine fortschrittliche Technik darstellte. Das Gesamtgewicht des Bronzewerks liegt bei etwa 63 Kilogramm, was es zu einem der schwersten erhaltenen antiken Bronzefunde am Rhein macht.
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