Siegfriedmühle, Historische Getreidemühle in Xanten, Deutschland.
Die Siegfriedmühle ist ein siebenstöckiger konischer Backsteinturm vom Typ Galerieholländer mit einer umlaufenden hölzernen Galerie im dritten Stockwerk und einem Steert. Ihr vierflügeliges Segelgatterflügelkreuz hat mehr als 25 Meter Spannweite. Die unteren beiden Stockwerke beherbergten die Wohnräume des Müllers, das dritte und vierte die Sack- und Kornkammer, das fünfte und sechste die Mahlböden.
Die Siegfriedmühle wurde vermutlich 1744 als Getreidemühle vor den Toren Xantens erbaut. 1771 ging sie in Erbpacht an die Familie Schmitz über. 1854 wurde zusätzlich zur Windkraft eine Dampfmaschine eingebaut, und ab 1928 lief die Mühle nur noch mit Dampf. Ein Blitzeinschlag stoppte 1912 den Mahlbetrieb; nach Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde sie in den 1960er Jahren mit ersetztem Mauerwerk und neuen Flügeln wiederaufgebaut.
Die Mühle ist Teil des Archäologischen Parks und zeigt, wie die Menschen der Region Getreide verarbeiteten und welche Rolle Mühlen im Alltag spielten. Besucher können heute sehen, wie diese Gebäude das wirtschaftliche Leben der Gegend prägten.
Das Erdgeschoss beherbergt heute ein Restaurant, in dem Besucher während ihres Aufenthalts speisen können, während die oberen Ebenen die ursprünglichen Funktionsbereiche zeigen. Der Ort liegt auf einem leicht erreichbaren Gelände und kann von außen besichtigt werden, auch wenn nicht alle Bereiche zugänglich sind.
Die Xantener nennen sie „Xantener Kaffeemühle“, weil der konische Backsteinturm mit Haube und Flügeln an eine Handkaffeemühle erinnert. Den Namen Biermanns Mühle trägt sie nach dem Geburtsnamen der letzten privaten Eigentümerin, einer geborenen Biermann, die Grund und Boden in die Ehe eingebracht hatte.
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