Rundschau-Haus, Nachkriegsarchitektur im Zentrum von Frankfurt, Deutschland
Das Rundschau-Haus war ein moderner Gebäudekomplex mit drei unterschiedlichen Volumina: Ein fünfgeschossiger Bürotrakt, eine sechsgeschossige Druckerei und an der Ecke Eschenheimer Tor ein siebengeschossiger Bauteil mit Geschäftsräumen und einer Apotheke im Erdgeschoss. Die Struktur zeichnete sich durch offen gelegte Betonrahmen und großzügige Glasflächen aus, die das Straßenleben direkt mit dem Innenraum verbanden.
Der Komplex entstand 1953 nach einem Entwurf von Architekt Wilhelm Berentzen als Sitz der Frankfurter Rundschau, einer bedeutenden Regionalzeitung. Das Gebäude blieb bis 2005 Redaktionsstandort und symbolisierte den Wiederaufbau und die kulturelle Erneuerung Frankfurts in der Nachkriegszeit.
Das Gebäude zeigt eine offene Architektur mit großen Glasflächen, die den Zugang zur Straße prägen und das Erdgeschoss zum lebendigen Treffpunkt im Stadtzentrum machten. Die sichtbare Betonkonstruktion mit freigelegten Säulen war Ausdruck eines modernen Verständnisses von städtischen Räumen.
Das Gebäude steht an der Ecke Große Eschenheimer Straße und Stiftstraße, unmittelbar neben dem Einkaufsviertel Zeil. Von dort sind auch andere Sehenswürdigkeiten der Frankfurter Innenstadt gut zu Fuß erreichbar.
Die Ecksektionen des Gebäudes waren vollständig verglast und zeigten eine ungewöhnliche Gestaltung mit einer kleinen Wohnung unter dem flachen Dach. Dieser innovative Ansatz war untypisch für zeitgenössische Bürobauten und macht das Gebäude aus architektonischer Sicht besonders.
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