Palais Thurn und Taxis, Königspalast in Frankfurt, Deutschland
Das Palais Thurn und Taxis ist ein spätbarocker Bau in der Zeil, einer der belebtesten Straßen Frankfurts, der zwischen 2004 und 2010 vollständig nach alten Plänen wiedererrichtet wurde. Die Fassade zeigt klare Linien mit zurückhaltenden Verzierungen, während im Inneren heute vor allem ein großer Veranstaltungssaal mit moderner Technik untergebracht ist.
Das Gebäude entstand zwischen 1731 und 1739 nach Entwürfen des französischen Architekten Robert de Cotte als Hauptsitz der kaiserlichen Reichspost. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das beschädigte Palais 1951 abgerissen, bis es 2004 im Rahmen des Palais Quartier-Projekts wieder aufgebaut wurde.
Der Name des Palais erinnert noch heute an die Familie Thurn und Taxis, die über Jahrhunderte das Postwesen in Europa prägte. An diesem Ort erkennen Besucher noch immer die Verbindung zwischen alter Postgeschichte und dem modernen Quartier, das sich drum herum entwickelt hat.
Der Veranstaltungssaal erstreckt sich über rund 700 Quadratmeter und ist mit zahlreichen Monitoren und moderner Beleuchtung ausgestattet. Wer das Gebäude von außen betrachtet, findet es mitten in der Zeil, gut erreichbar durch die Fußgängerzone.
Im 19. Jahrhundert tagten in den Räumen dieses Hauses die Abgeordneten des Deutschen Bundes. Diese Funktion verband die Postgeschichte mit der politischen Geschichte der Region, bevor das Gebäude später als ethnologisches Museum diente.
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