Schicksalsbrunnen, Jugendstil-Brunnen in Stuttgart-Mitte, Deutschland.
Der Schicksalsbrunnen ist ein Kunstnouveau-Springbrunnen aus Marmor in Stuttgart-Mitte, der eine zentrale Göttin des Schicksals mit ausgestreckten Armen zeigt. Um das Becken herum sind Skulpturen von Liebespaaren angebracht, die verschiedene Lebenszustände darstellen.
Der Künstler Karl August Donndorf schuf diesen Brunnen 1914 als Gedenkstätte für die deutsch-schweizerische Opernsängerin Anna Sutter. Sie war 1910 tragisch ums Leben gekommen und wird durch dieses Werk auf Dauer gewürdigt.
Das Brunnenwerk trägt eine Inschrift an der Wand, die über die Unberechenbarkeit des Schicksals nachdenkt und zeigt, wie Menschen heute stark sind, morgen aber schwach werden können. Die Paare rund um das Becken verkörpern verschiedene menschliche Zustände und Gefühle im Angesicht des Lebens.
Der Brunnen befindet sich zwischen der Oper und dem Theater im Oberen Schlossgarten und ist vom Zentrum aus leicht zu Fuß erreichbar. Die beste Zeit für einen Besuch ist von Mai bis September, wenn die Anlage in Betrieb ist und die Umgebung angenehm zum Verweilen ist.
Die Göttin hält ihre Hände geschlossen, was verborgene und unbekannte Schicksale symbolisiert, während die Paare an den Enden extreme menschliche Erfahrungen zeigen. Diese Darstellung von Verborgenem und Sichtbarem macht den Brunnen zu einem nachdenklich stimmenden Kunstwerk über die Grenzen menschlichen Wissens.
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