Siechenhaus, ehemaliges Siechenhaus bei Lübeck, heute Jugendheim
Die Siechenkapelle Klein-Grönau ist eine kleine Kapelle in Lübeck, die ursprünglich für Menschen mit Lepra gebaut wurde. Das rechteckige Gebäude mit abgerundeten Fenstern besteht aus dickem Stein, misst etwa sechs Meter in der Breite und neun Meter in der Länge und besitzt einen einfachen Dachreiter mit einer Glocke aus dem Jahr 1659.
Die Kapelle wurde um 1409 als Teil einer Versorgungsanlage für Leprakranke gegründet und 1423 der Stadt Lübeck übergeben, als die ursprüngliche Familie ihre Rolle aufgab. Im Laufe der Jahrhunderte erfolgten mehrere Umbauten, wie der Dachreiter 1659 und die Bodenneuerung 1841, während ein Altar aus Flandern 1709 hinzugefügt wurde.
Die Kapelle trägt den Namen Wegekapelle, was auf ihre Funktion als Wegkapelle für Reisende und Pilger hinweist. Heute ist sie ein Ort, an dem die lokale Sprache Plattdeutsch gepflegt wird, mit regelmäßigen Gottesdiensten in dieser Sprache, die das kulturelle Erbe der Region lebendig halten.
Die Kapelle kann etwa 40 Personen aufnehmen und ist besonders während der Gottesdienste in den wärmeren Monaten zugänglich, wenn regelmäßig Versammlungen stattfinden. Der Ort liegt in einer ruhigen Gegend mit alten Steingebäuden und bietet sich für einen kurzen, nachdenklichen Besuch an.
Die Glocke aus dem Jahr 1659 ist noch immer vorhanden und kann bei speziellen Gelegenheiten gehört werden, obwohl sie weniger als einen halben Meter Durchmesser hat. Diese kleine, aber funktionierende Glocke verbindet Besucher direkt mit Klängen aus mehreren Jahrhunderten zurück.
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