Schwarzer Bär, Historisches Fachwerkhaus in Göttingen, Deutschland.
Der Schwarzer Bär ist ein Fachwerkhaus an der Kurzen Straße 12, das gotische Merkmale aus dem 15. Jahrhundert mit Renaissance-Elementen verbindet und eine breite Fassade aus Holzfachwerk zeigt. Im Inneren befinden sich eine Eingangshalle im Erdgeschoss und ein gewölbter Keller aus dem 14. Jahrhundert, die während der Renovierung wiederentdeckt wurden.
Das Haus entstand um 1600 und wurde ab 1637 als Gasthof genutzt, nachdem Heinrich Andreas Koch ein Esszimmer für Studenten der neu gegründeten Universität Göttingen einrichtete. Diese Anfänge als Studentenlokale prägten die Geschichte des Ortes für die kommenden Jahrhunderte.
Das Gebäude war lange Zeit ein Treffpunkt für Studentenverbindungen, die hier regelmäßig zusammenkamen und das Lokal durch die Genehmigung zum Ausschank von Bier in die Rolle eines bedeutenden Ortes des studentischen Lebens hoben. Diese Funktion prägt bis heute das Verständnis des Ortes in der Stadt.
Das Haus liegt in der Innenstadt von Göttingen und ist leicht zu erreichen, da es sich an der Kurzen Straße befindet, einer belebten Straße mit anderen historischen Gebäuden. Die Fassade kann von der Straße aus besichtigt werden, und Informationstafeln helfen dabei, die architektonischen Merkmale zu verstehen.
An der Fassade befinden sich drei Gedenkplatten, die an Johann Andreas Eisenbarth, Ludwig Windthorst und Levin Schücking erinnern, bemerkenswerte Persönlichkeiten der deutschen Geschichte. Diese Platten erzählen Geschichten von Menschen, die mit Göttingen und seinen akademischen Kreisen verbunden waren.
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