Theater Lübeck, Opernhaus in der Altstadt, Lübeck, Deutschland.
Das Theater Lübeck ist ein Jugendstiltheater in der Beckergrube in der Lübecker Altstadt, entworfen von Martin Dülfer und eröffnet am 1. Oktober 1908. Die Sandsteinfassade trägt einen dreieckigen Giebel mit Reliefs von Georg Roemer, die Apollo und die neun Musen zeigen, seitlich Komödie und Tragödie, dazu eine Giebelgruppe aus Karyatiden und Atlanten von Karl Weinberger. Das Gebäude beherbergt drei Spielstätten.
An dieser Stelle stand bereits 1753 ein erstes Theater, das im Laufe der Zeit mehrfach zerstört und wieder aufgebaut wurde. Das heutige Gebäude entstand 1908 auf Initiative des Lübecker Kaufmanns Emil Possehl, der den Bau maßgeblich finanzierte.
Die Sandsteinreliefs am Hauptgesims stammen von Bildhauer Georg Roemer: Das Mittelfeld zeigt Apoll und die neun Musen, seitlich Komödie und Tragödie. Die das Giebeldreieck tragende Gruppe von Karyatiden und Atlanten schuf Karl Weinberger. Der Spielplan umfasst Oper, Ballett, Kammermusik und Schauspiel; die Sinfoniekonzerte des Philharmonischen Orchesters finden in der nahegelegenen Konzerthalle statt.
Das Gebäude befindet sich mitten in der Lübecker Altstadt und ist von den meisten Punkten der Innenstadt gut zu Fuß zu erreichen. Es lohnt sich, vor oder nach einer Vorstellung etwas Zeit einzuplanen, um die Fassade in Ruhe zu betrachten.
Die Skulpturen an der Fassade wurden vom Münchner Bildhauer Georg Roemer geschaffen, der damals vor allem für seine Arbeiten in Bayern bekannt war. Sein Auftrag für das Lübecker Theater war eines der wenigen Male, dass er so weit im Norden Deutschlands arbeitete.
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