Waldalgesheimer Fürstengrab, Keltische Ausgrabungsstätte in Waldalgesheim, Deutschland.
Das Waldalgesheim Wagengrab ist eine keltische Grabstätte aus dem 4. Jahrhundert vor Christus, die einen zweirädrigen Wagen, goldene Ringe, Bronzegefäße und dekorative Gegenstände enthielt. Die Gegenstände befinden sich heute im Rheinischen Landesmuseum in Bonn, wo man sie besichtigen kann.
Ein Bauer namens Peter Heckert entdeckte die Grabstätte 1869 beim Pflügen seines Feldes, woraufhin über 30 keltische Gegenstände geborgen wurden. Diese Entdeckung war außergewöhnlich, da sie einen seltenen Einblick in die Bestattungspraktiken der keltischen Oberschicht bot.
Die Grabstätte zeigt, wie wohlhabende keltische Frauen ausgestattet wurden, um ihre Reise ins Jenseits anzutreten. Schmuck, Waffen und Gefäße erzählen von ihrem Status und ihren täglichen Gewohnheiten.
Die Fundstücke sind nicht am ursprünglichen Ort zu besichtigen, sondern im Rheinischen Landesmuseum in Bonn untergebracht. Es ist praktisch, die Museumssammlung zu besuchen, um die Gegenstände aus nächster Nähe zu sehen und mehr über keltische Kunstfertigkeit zu erfahren.
Die Gegenstände aus diesem Grab prägen einen kunsthistorischen Stil, der nach dem Ort benannt wurde und keltische Kunstwerke in ganz Europa beeinflusste. Diese sogenannte Waldalgesheim-Stil zeigte fließende, organische Muster, die ein neues Verständnis für keltische Ästhetik ermöglichten.
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