Wasserturm Schwerin-Neumühle, Wasserturm in Schwerin-Neumühle, Deutschland
Der Wasserturm in Schwerin-Neumühle steht auf einem polygonalen Natursteinsockel und nutzt eine doppelschalige Backsteinbauweise von etwa 22 Metern Höhe. Im Inneren speichert ein vernitetes Intze-2-Speichersystem etwa 350 Kubikmeter Wasser und reguliert bis heute den Wasserdruck für das Stadtgebiet.
Der Turm wurde zwischen 1880 und 1890 unter Leitung des Architekten Henry Gill und des Baumeisters Carl Benduhn errichtet. Er verkörpert die Anfänge der modernen Wassertechnik in Schwerin und gehört zu den ältesten noch genutzten Wasserinfrastrukturen der Stadt.
Der Turm zeigt neugotische Backsteinelemente mit Spitzbögen und decorativen Blindnischen, die das architektonische Handwerk der Zeit widerspiegeln. Die Fassade verbindet praktische Wassertechnik mit künstlerischer Gestaltung auf eine Weise, die man heute selten sieht.
Der Turm befindet sich an der höchsten Stelle Schwerins auf dem Weinberg und ist von außen einsehbar, bietet aber begrenzte oder keine Besuchsmöglichkeiten im Innern. Besucher sollten sich vorab über aktuelle Zugangsregeln informieren, da die Struktur in erster Linie eine arbeitende Infrastruktur bleibt.
Der Turm ist mit einem speziellen Intze-2-System ausgestattet, einer frühen Erfindung für effiziente Wasserspeicherung, die das Druck- und Speicherprinzip revolutioniert hat. Dieses technische Design ermöglichte es damals, Wasser über grössere Entfernungen verteilt zu transportieren.
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