Burgstall Burren, Mittelalterliche Burgruine in Wäschenbeuren, Deutschland
Burgstall Burren ist eine mittelalterliche Burgruine bei Wäschenbeuren, deren Überreste auf Ausgrabungen von 1957 zurückgehen. Die Fundamente zeigen einen rechteckigen Wohnturm mit dicken Mauern und den Grundriss eines später errichteten größeren Bauwerks.
Bei einer Ausgrabung 1957 kamen die Fundamente eines quadratischen Wohnturms der Romanik zutage, wohl aus der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts, mit 1,5 Meter starken Wänden und 25 Quadratmetern Innenfläche. In gotischer Zeit ersetzte ihn ein neuer Wohnturm mit dünneren Mauern und etwas größerem Innenraum; der heute teils 3 Meter tiefe Graben wurde ausgehoben und der Turmhügel auf 18 mal 18 Meter aufgeschüttet. Mitte des 18. Jahrhunderts ließ der württembergische Obervogt Sailer hier ein Gebäude errichten, das 1861 auf Abbruch verkauft wurde.
Der Name Burren bezeichnet die flache Wiesenkuppe, auf der der Turmhügel in der Flur Burglauch westlich von Wäschenbeuren liegt. Die örtliche Überlieferung bringt den Platz mit den Staufern in Verbindung, doch die Grabung von 1957 ergab keinen Hinweis auf einen staufischen Hauptsitz. Das Flurstück 1600 gehört der Katholischen Kirchengemeinde Wäschenbeuren und dient der Schafhaltung.
Die Anlage liegt auf der flachen Wiesenkuppe des Burren etwa 600 Meter westlich der Wäscherburg neben einem Wasserturm in der Flur Burglauch. Das Flurstück 1600 gehört der Katholischen Kirchengemeinde Wäschenbeuren und wird zur Haltung von Schafen genutzt; man findet also offene Weide, keine gepflegte Ruine. Der Turmhügel und der heute noch teilweise 3 Meter tiefe Graben sind als flache Geländestrukturen erkennbar.
Das Burggelände war von einem flachen Graben umgeben, der eher als Grenzmarkierung als als Verteidigungswerk funktionierte. Diese ungewöhnliche Anlage zeigt, dass nicht alle mittelalterlichen Burgen imposante Befestigungen brauchten.
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