Wittelsbacher Palais, Stadtpalais in Maxvorstadt, München, Deutschland
Der Wittelsbacher Palast ist ein Stadtpalais aus rotem Backstein im Münchner Stadtteil Maxvorstadt, entworfen von Friedrich von Gärtner und an der Ecke Brienner Straße und Türkenstraße gelegen. Das Gebäude erhebt sich über mehrere Stockwerke und zeigt eine symmetrische Backsteinfassade mit gotischen Bogenfenstern.
Der Palast wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut und diente zunächst König Ludwig I. als Residenz, nachdem dieser 1848 abgedankt hatte. Bis 1918 blieb er im Besitz der Wittelsbacher und wurde danach einer anderen Nutzung zugeführt.
Der Wittelsbacher Palast zeigt den Maximilianstil, einen Baustil des 19. Jahrhunderts, der gotische und romanische Formen mit Backsteinbauweise verbindet. Die Fassade zur Brienner Straße lässt diese Mischung gut erkennen, besonders in den Fensterbögen und dem Mauerwerk.
Der Palast liegt im Museumsviertel von Maxvorstadt, in der Nähe der Pinakotheken und anderer Sehenswürdigkeiten, die gut zu Fuß erreichbar sind. Ein Rundgang durch die angrenzenden Straßen bietet den besten Blick auf die Backsteinfassade.
Zwei steinerne Löwen des Bildhauers Johann Halbig bewachten einst den Eingang des Palastes. Einer dieser Löwen wurde später vor der Münchner Katholischen Akademie aufgestellt, wo er an den Journalisten Fritz Gerlich erinnert, der während der NS-Zeit verfolgt und getötet wurde.
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