Zisterzienserinnenkloster Lilienthal, Religiöser Komplex aus dem 13. Jahrhundert in Lilienthal, Deutschland
Kloster Lilienthal ist ein ehemaliges Zisterzienserkonvent mit einer einschiffigen Backsteinkirche, die durch einen steilen Giebel und Kreuzgewölbe über fünf Innenräume geprägt ist. Die erhaltenen mittelalterlichen Strukturen zeigen typische Merkmale der Backsteinarchitektur dieser Epoche.
Erzbischof Gerhard II. von Bremen gründete das Zisterzienserkonvent 1232 als Gedenkstätte für seinen im Kampf gefallenen Bruder Hermann zur Lippe. Während der Reformation wurde das Kloster 1552 protestantisch und fungiert seitdem als evangelische Pfarrkirche.
Das Kloster trug lange Zeit als Zisterzienserkonvent zur geistlichen Leben der Region bei, bevor es im 16. Jahrhundert reformatorischen Veränderungen unterlag. Heute zeigt sich in den Räumen und ihrer Nutzung noch immer diese Doppelgeschichte zwischen katholischer Vergangenheit und protestantischer Gegenwart.
Das Gebäude ist heute eine evangelische Pfarrkirche und kann bei Gottesdiensten oder nach vorheriger Anmeldung besucht werden. Die erhaltenen mittelalterlichen Elemente erfordern vorsichtige Behandlung, daher sollten Besucher die Regeln der Kirche respektieren.
Im Kircheninnern steht ein barockes Kanzel-Altarwerk von 1738, das eine seltene Kombination von zwei liturgischen Elementen darstellt. Zudem befindet sich dort der Grabstein der Äbtissin Gertrud Scheene aus dem 14. Jahrhundert, ein persönliches Zeugnis aus der Klostergeschichte.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.