Südeuropäische Pipeline, Öl-Pipeline-System zwischen Fos-sur-Mer und Karlsruhe, Frankreich, Schweiz, Deutschland.
Die Südeuropäische Rohleitung ist ein Transportsystem für Rohöl, das sich über etwa 770 Kilometer von der französischen Küste bis nach Deutschland erstreckt und mehrere Raffinerien verbindet. Das Netzwerk läuft durch drei Länder und wird von Pumpstationen angetrieben, um den Ölfluss aufrechtzuerhalten.
Das System nahm 1962 seinen Betrieb auf und wurde zwischen 1971 und 1972 um zusätzliche Strecken von der Küste in Richtung Straßburg und Lyon erweitert. Diese Erweiterung ermöglichte es, mehr Raffinerien im Landesinneren mit Rohöl zu versorgen.
Die Rohrleitung verkörpert eine Form der europäischen Zusammenarbeit, bei der drei Länder ihre Energiequellen gemeinsam nutzen und verwalten. Sie prägt das Landschaftsbild in den durchzogenen Regionen und ist ein sichtbares Zeichen wirtschaftlicher Verflechtung zwischen Frankreich, der Schweiz und Deutschland.
Die Rohleitung ist nicht für öffentliche Besuche geöffnet, da sie eine aktive Industrieanlage mit strengen Sicherheitsvorschriften ist. Touristen können die Infrastruktur von Ferne aus in den durchzogenen Landschaften sehen, wo Rohre und Pumpstationen sichtbar sind.
Im Jahr 2009 kam es zu einem Bruch in der Leitung, der das Naturschutzgebiet Coussouls de Crau in der Provence beeinträchtigte. Dieser Vorfall führte zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen und Überwachungsprotokollen entlang des gesamten Netzes.
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