Fort de Bouc, Eine Festung in Martigues im Département Bouches-du-Rhône.
Das Fort de Bouc ist eine Steinbefestigung auf der Insel Bouc am Eingang des Canal de Caronte. Sein quadratischer Turm stammt aus dem 13. Jahrhundert, nicht aus dem 15., und wurde später von einer Bastionsmauer umschlossen. Eine Brücke mit fünf Bögen verbindet zwei dicke Mauern; die rechte Mauer trägt zwei kleine Kuppel-Wachttürmchen und drei Fahnenmasten, und der Stein ist von Einschlägen gezeichnet.
Ein quadratischer Turm wurde im 13. Jahrhundert errichtet, um die Einfahrt zum Canal de Caronte zu sichern. 1536 widerstand er dem Angriff der Flotte Andrea Dorias. Von 1605 bis 1610 bauten die Ingenieure Raymond und Jean de Bonnefons eine Bastionsmauer um den Turm. 1889 wurde das Fort außer Dienst gestellt; nur der Leuchtturmwärter blieb.
Das Fort trägt auch den Namen Fort Vauban, nach dem Militäringenieur des 17. Jahrhunderts, dessen Pläne seine heutige Gestalt prägten. Im 20. Jahrhundert diente der Ort im Ersten Weltkrieg als Ausbildungszentrum für die Artillerie; von 1942 bis 1943 nutzten deutsche Truppen es als Küstenartilleriestellung und hinterließen große Mengen Munition.
Das Fort steht auf der Insel Bouc gegenüber dem Hafen von Bouc an der Einfahrt des Canal de Caronte; heute markiert es die Einfahrt zum Industriehafen Martigues-Lavéra. Die Gemeinde Martigues kaufte es 1993, räumte es von Minen und ließ es restaurieren. Der Stein ist von Einschlägen gezeichnet, der Boden uneben – festes Schuhwerk ist sinnvoll.
Das Fort wurde teilweise während des Zweiten Weltkriegs von den Deutschen besetzt und später von den Alliierten beschädigt, um zu verhindern, dass es weiterhin als Waffenplatz diente. Die Familie Bonnefons, französische Ingenieure, leitete die Verstärkungsarbeiten im frühen 17. Jahrhundert und prägte damit das Aussehen des heutigen Forts.
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