Tamaris, Archäologische Stätte in Martigues, Frankreich
Tamaris ist eine archäologische Stätte auf einem Felsvorsprung oberhalb des Mittelmeers mit Überresten von zwei Befestigungswällen. Die Fundamente und Mauern verteilen sich über ein Gelände, das von Klippen begrenzt wird.
Diese Siedlung wurde in der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr. gegründet und war eine der ältesten städtischen Ansiedlungen in Frankreich. Sie war bewohnt, bevor die Phokäer in die Region kamen.
Die Keramikfunde an diesem Ort stammen von etruskischen Händlern, die hier Waren austauschten und Beziehungen zu anderen Mittelmeerküsten aufbauten. Diese Gegenstände zeigen, wie wichtig dieser Hafen für den antiken Handel war.
Der Ort liegt auf einer Halbinsel mit natürlichen Felswänden, die ihn von mehreren Seiten schützen. Besucher sollten sich bewusst sein, dass das Gelände uneben ist und gutes Schuhwerk erforderlich ist.
Ausgrabungen zeigen zwei unterschiedliche Bauweisen: manche Strukturen haben Pfostenlöcher, was auf vergängliche Materialien hindeutet, während andere aus verdichteter Erde gebaut wurden. Diese Unterschiede werfen Licht auf verschiedene soziale Schichten oder Phasen der Besiedlung.
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