Erste Kirche Christi, Wissenschafter, Berlin, Kirche der Christlichen Wissenschaft in Wilmersdorf, Berlin, Deutschland
Die Erste Kirche Christi, Wissenschafter steht an der Wilhelmsaue 112 in Wilmersdorf: ein mehrgeschossiger Bau mit verputzter Fassade, zwei Reihen hoher Fenster und der Schrift "ERSTE KIRCHE CHRISTI WISSENSCHAFTER". Dahinter liegt die Hallenkirche auf parabelförmigem Grundriss, deren Holzdecke unter dem Satteldach und der halben Kugelkalotte über der Apsis sichtbar ist. Ein umlaufender Gang und Obergaden geben dem Saal mit rund 800 Plätzen basilikalen Charakter; in der Apsis steht ein Podest mit gemeinsamer Kanzel für die beiden Vorleser.
Der Bau entstand zwischen 1936 und 1937 nach Entwürfen des Architekten Otto Bartning. Nach seiner Konfiszierung 1941 wurde das Gebäude nach dem Krieg wieder hergestellt, wobei die Fassade bei der Rekonstruktion 1956 vereinfacht wurde.
Der Ort wird von Anhängern der Christlichen Wissenschaft genutzt, die sich hier zu Gottesdiensten und zum Studium versammeln. Die Gemeinschaft hat hier einen Raum geschaffen, wo religiöse Praxis und persönliche Bildung zusammenkommen.
Der Eingang liegt zurückgesetzt hinter einer offenen Vorhalle mit Arkaden in der Wilhelmsaue 112, an der Straße flankiert von den voll verglasten Treppenhäusern. Lesesaal, Raum für die Sonntagsschule und Verwaltungsräume befinden sich im Straßengebäude; die Hallenkirche mit parabelförmigem Grundriss steht auf dem rückwärtigen Grundstück. Der Schriftzug und die Nummer 1325 sitzen nahe dem rechten Fassadenrand.
Die Christliche Wissenschaft wurde 1879 von Mary Baker Eddy gegründet, nicht im 20. Jahrhundert. Die erste Berliner Zweigkirche entstand am 20. September 1900; die Gottesdienste fanden in Privatwohnungen, Schulen und Sälen statt, darunter die alte Philharmonie, bevor 1929 das Grundstück gekauft wurde.
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