Neue Reichskanzlei, Regierungsgebäude in Berlin-Mitte, Deutschland
Die Neue Reichskanzlei war ein Regierungsgebäude im Bezirk Mitte, das sich entlang der Vossstraße mit einer 421 Meter langen Fassade erstreckte. Es bestand aus Marmorgalerien, Festsälen und Verwaltungsbüros in neoklassizistischem Stil mit massiven Steinwänden und großen Fenstern.
Das Gebäude wurde zwischen 1938 und 1939 als Regierungssitz entworfen und sollte Macht und Autorität ausstrahlen. Nach dem Zweiten Weltkrieg ordneten sowjetische Behörden seinen Abriss an, der zwischen 1949 und 1956 durchgeführt wurde.
Der Name bezog sich auf die Erweiterung einer älteren Kanzlei und sollte die neue politische Ordnung ausdrücken. Heute erinnern Gedenktafeln an diesem Ort an die Geschichte, während moderne Gebäude das Gelände prägen.
Das Gelände liegt zentral in Berlin und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar. Auf dem heutigen Platz stehen moderne Wohn- und Geschäftsgebäude, und verschiedene Hinweisschilder markieren die historische Bedeutung des Ortes.
Unter dem Gebäude befand sich ein 1943 erbauter Bunker, in dem Hitler seine letzten Kriegstage verbrachte. Bei Bauarbeiten an der Vossstraße 2008 wurden Fragmente dieser unterirdischen Struktur freigelegt.
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