Verkehrsturm am Potsdamer Platz, Verkehrsturm am Potsdamer Platz, Deutschland
Der Verkehrsturm am Potsdamer Platz war ein fünfseitiger Stahlbau mit etwa 8 Metern Höhe und hatte auf jeder Seite Uhren und Verkehrssignale angebracht. Ein Polizist saß in der überdachten Kanzel und steuerte das dreistufige Lichtsignalsystem mit einem Hebel, um Fahrzeug- und Fußgängerverkehr zu koordinieren.
Der Turm wurde am 15. Dezember 1924 eingeweiht und war Deutschlands erste Lichtsignalanlage an der damals verkehrsreichsten Kreuzung Europas. Sein Standort war so wichtig für die wachsende Stadt, dass die Anlage 1937 abgebaut werden musste, um Platz für den neuen Bahnhofsaufbau zu schaffen.
Der Turm verkörperte Berlins Stolz auf moderne Technik in den 1920er Jahren und wurde zum beliebten Fotomotiv von Touristen und Fotografen, die Zeuge der wachsenden Verstädterung sein wollten. Sein Design zeigte, wie die Stadt ihre Infrastruktur gestalten wollte und machte Verkehrsregelung zu einem sichtbaren Symbol des Fortschritts.
Der Standort des ehemaligen Turms liegt zentral am Potsdamer Platz, einem belebten Knotenpunkt mit vielen Verkehrsanbindungen in der Nähe. Heute sind die genauen Reste schwer zu identifizieren, daher ist es hilfreich, sich vorher über die historische Lage zu informieren.
Der Turm wurde von Jean Krämer entworfen und war ein Pionier in der mechanisierten Verkehrskontrolle, lange bevor moderne Computersysteme existierten. Diese frühe Lösung für ein wachsendes Verkehrsproblem machte sie zu einem Vorbild für andere europäische Städte, die ähnliche Systeme entwickelten.
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