Waldvogteiamt, Renaissancegebäude für Verwaltung in Waldshut, Deutschland
Das Waldvogteiamt ist ein Renaissance-Verwaltungsgebäude im Zentrum von Waldshut mit einem gewölbten Keller im Inneren. Ein Rundturm und ein neorenaissancistisches Portal wurden 1904 hinzugefügt und prägen das heutige Erscheinungsbild der Fassade.
Ferdinand Weitzenegger entwarf das Gebäude um 1775 und ersetzte damit eine ältere Struktur von 1610, die der habsburgischen Verwaltung diente. Der Neubau erfolgte zu einer Zeit, als die Region unter österreichischer Kontrolle stand.
Das Gebäude war Sitz des Waldvogts, einer Behörde, die unter österreichischer Herrschaft das Territorium der Grafschaft Hauenstein verwaltete. Besucher können heute noch die Bedeutung dieser Position in der historischen Architektur des Hauses nachvollziehen.
Das Gebäude befindet sich in der Altstadt von Waldshut und ist von außen leicht zu erkennen. Das Staatliche Untersuchungsamt Waldshut-Tiengen nutzt das Gebäude heute, weshalb der Innenbesuch eingeschränkt sein kann.
König Maximilian erließ 1507 eine 17-teilige Verordnung, die die Verwaltung dieses Gebäudes regelte und bis ins 18. Jahrhundert Gültigkeit behielt. Diese frühe Regelung zeigt, wie lange bestimmte Verwaltungsstrukturen in dieser Region bestand hatten.
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