Kriegsgräberstätte Haus Spital, Kriegsfriedhof im Stadtteil Gievenbeck, Münster, Deutschland.
Die Kriegsgräberstätte Haus Spital liegt in der Bauerschaft Schonebeck im Nordwesten Münsters und birgt 816 Kriegstote, überwiegend russischer Herkunft, weshalb sie im Volksmund Russenfriedhof heißt. Französische Kriegsgefangene legten sie 1914 an; das Eingangstor und das Ehrenmal, ein Steinsockel mit aufgesetztem Obelisken, schuf 1916 der französische Bildhauer Broucke. Auf dem Obelisken vereint der gallische Hahn das englische Königswappen, das Wappen des russischen Zarenreiches und das belgische Königswappen.
Französische Kriegsgefangene des Lagers Haus Spital legten den Friedhof 1914 für ihre gefallenen Kameraden an; der französische Architekt Auguste Duthoit, 52 Monate dort interniert, entwarf die Anlage mit Schmieden und Steinmetzen des Lagers. Tor und Obelisk-Denkmal schuf 1916 der französische Bildhauer Broucke. Nach 1945 kam ein Massengrab für rund 200 sowjetische Soldaten hinzu, daneben 11 westalliierte Flieger, 23 Franzosen und 53 Italiener, die meisten später überführt.
Im Volksmund heißt der Friedhof „Russenfriedhof“, weil die meisten der 816 Kriegstoten russischer Nationalität sind. Das Ehrenmal von 1916, geschaffen vom französischen Bildhauer Broucke, ist ein Steinsockel mit Obelisk, auf dem englisches, russisches und belgisches Königswappen vom gallischen Hahn geeint werden.
Der Friedhof liegt im Stadtteil Gievenbeck und ist zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Besucher sollten sich Zeit nehmen, um die Grabsteine zu lesen und in Ruhe durch die Anlage zu gehen.
Der Ehrenmal-Obelisk am Eingang trägt das englische Königswappen, das Wappen des russischen Zarenreiches und das belgische Königswappen, vereint durch den gallischen Hahn. Der französische Bildhauer Broucke schuf 1916 das Eingangstor und dieses Ehrenmal.
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