Kennel, Öffentlicher Park in Braunschweig, Deutschland
Das Kennelgebiet, auch Kennel oder Kennelteiche genannt, ist ein Ensemble künstlicher Teiche in der Okeraue südlich des Eisenbütteler Wehres, westlich der Oker gegenüber dem Schloss Richmond. Die beiden heutigen Teiche wurden 1883 für die Braunschweiger Wasserversorgung eingedeicht; einer dient heute als Freibad. Der unterhalb des Schlosses gelegene Spielmannsteich wurde um 1960 ausgebaggert, der Säulentempel im Jahr 2000 aufgestellt.
Das Gebiet wurde im 18. Jahrhundert als Teil des Richmond Parks angelegt, der von einem englischen Landschaftsgarten inspiriert war. Im Jahr 1883 wurden die künstlichen Becken gebaut, ursprünglich zur Wasserversorgung der Stadt, bevor sie nach und nach zur Freizeitzone wurden.
Der Name Kennel geht auf den alten Flurnamen Papendieck oder Papenbruch zurück, der auf das sumpfige Gelände der heutigen Teiche verweist. Der Hofgärtner Johann Christian Burmester plante die Umgestaltung dieser Wiesen zu einer Teichlandschaft, die auf einem Situationsplan um 1850 skizziert ist. Am Nordufer des Teichs entstand ein Badehaus für den Herzog, und eine Insel im nördlichen Bereich des heutigen Freibads erhielt einen Kahnanleger und um 1842 eine Badegrotte.
Das Kennelgebiet lässt sich gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen und die Wege führen an den Teichen, entlang der Oker und durch die Waldbereiche. Das Freibad ist nur in den warmen Monaten geöffnet, während der Rest des Parks ganzjährig zugänglich ist.
Die Bahnböschungen, die das Gelände teilweise einrahmen, erreichen stellenweise fast 20 Meter Höhe und verleihen dem Park eine ungewöhnliche Topografie. Auf der Südseite überspannt eine geschwungene Brücke die Oker, die viele Besucher beim Spazieren kaum bemerken.
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