Villa Rimpau, Neorenaissance-Villa in Brunswick, Deutschland
Die Villa Rimpau ist eine zweigeschossige Villa im Stil der Neorenaissance, die 1881/82 nach Plänen des Architekten Constantin Uhde für Arnold Rimpau erbaut wurde. Die Eingangsseite ist von der Wolfenbütteler Straße zurückgesetzt, um Platz für eine große Auffahrt zu schaffen; der Mittelrisalit zeigt im Obergeschoss acht paarig angeordnete ionische Säulen, und innen prägt eine kreisrunde, über beide Etagen gehende Eingangshalle das Gebäude.
Das Gebäude entstand zwischen 1881 und 1882 für den Industriellen Arnold Rimpau und zeigt die architektonische Blütezeit Braunschweigs. In den Jahren 1933 bis 1944 wurde es zweckentfremdet und diente als Dienststelle einer politischen Organisation, bevor es später wieder seine ursprüngliche Bestimmung erhielt.
Ihren Namen trägt die Villa nach Arnold Rimpau, der sie bis zum Verkauf 1932 bewohnte. Ab 1933 nutzte die NSDAP das Haus als Sitz der Kreisleitung Braunschweig, umbenannt in „Adolf-Hitler-Haus“ und auch „Braunes Haus“ genannt; nach dem Bombenangriff vom 15. Oktober 1944 zog die Kreisleitung am 1. November 1944 aus. Ab 1952 tagte hier 54 Jahre lang das Sozialgericht Braunschweig.
Das Anwesen kann von außen besichtigt werden und liegt in einem ruhigen Wohnviertel Braunschweigs. Der Zugang zu den Gartenanlagen ist nicht durchgehend öffentlich, daher sollten Besucher dies vorher überprüfen.
Der für die Villa angelegte Garten wurde „Rimpaus Garten“ genannt und diente von 1955 bis zum Verkauf des Grundstücks 2006 als öffentliche Grünanlage. Ab 1975 bemühte man sich, den Charakter eines Villengartens wiederherzustellen; ein Weg an der Oker trägt noch heute diesen Namen.
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