Aegidienkloster, Romanischer Kirchenkomplex in Braunschweig, Deutschland
Das Aegidienkloster ist ein Kirchenkomplex in Braunschweig mit Klostergebauden, Kreuzgang und einer Kirche aus regionalem Kalkstein. Die Anlage stammt aus dem Mittelalter und zeigt noch heute romanische Bauformen mit Steingewolben und Hofflachen.
Die brunonische Markgräfin Gertrud die Jüngere von Braunschweig gründete 1115 das Benediktinerkloster auf dem Köpfeberg südwestlich des Dorfes Bruneswiek; es war zunächst der heiligen Maria, später dem heiligen Ägidius geweiht. Kaiser Lothar III. nahm es 1134 in seinen Schutz, Papst Alexander III. bestätigte 1179 seine Güter. 1528 verließen die Mönche das Kloster, 1543 wurde es aufgehoben; ab 1615 nutzte ein lutherischer Jungfrauenkonvent von St. Leonhard die Anlage als Aegidienstift.
Der Kreuzgang zeigt noch heute die Spuren mittelalterlicher Handwerkskunst in seinen Steinmetzarbeiten und Gewölbeformen. Besucher können beim Durchgang die Qualität dieser regionalen Handwerkskunst direkt erkennen, die bis heute sichtbar bleibt.
Die Gebaude sind heute als Ausstellungsflachen und Kulturveranstaltungsorte zugaenglich, wo wechselnde Ausstellungen regionale Geschichte zeigen. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da der Rundgang durch Hofe und Kreuzgang zu Fuss erfolgt.
Das Kloster verwahrte eine Reliquie des Blutes Christi, und seine Mönche gründeten das Benediktinerkloster in Lübeck und von dort aus das in Wismar. Seine Bücher und Urkunden von bischöflicher und päpstlicher Bedeutung wurden nach der Auflösung auf Bibliotheken, Museen und Archive verteilt.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.975 Mitwirkenden weltweit.