Gerloffsche Villa, Architekturdenkmal am Löwenwall, Braunschweig, Deutschland.
Die Gerloffsche Villa ist ein imposantes Wohngebäude an der Löwenwall 16, das fünf Geschosse nach hinten und zwei sichtbare Geschosse von vorne aufweist. Das Gebäude kombiniert Naturstein mit roten Backsteinen und beherbergt heute mehrere Stiftungen, darunter die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz seit 2006.
Das Gebäude wurde zwischen 1888 und 1889 von Architekt Ludwig Winter für den Zuckergrosshändler Georg Ernst Ludwig Gerloff und seine Familie erbaut. Es entstand in einer Zeit, als Braunschweigs wohlhabende Kaufleute ihre Häuser mit neuen technologischen und gestalterischen Merkmalen ausstatten liessen.
Die Villa zeigt italienische Renaissanceelemente in ihrer Gestaltung, besonders in der Eingangshalle mit ihrem Oktagon und der Kombination aus hellem Stein und roten Backsteinen. Besucher bemerken Details wie die Porzellanfigur eines Löwen, die dem Namen des Standortes entspricht.
Das Gebäude ist von aussen gut sichtbar und befindet sich an einer zentralen Adresse in der Innenstadt. Besucher sollten beachten, dass das Innere heute Verwaltungsräume beherbergt und nicht alle Bereiche für öffentliche Besichtigungen zugänglich sind.
Das Haus war eines der ersten in Braunschweig, das mit einer Zentralheizung ausgestattet wurde, eine Seltenheit für Privatwohnungen dieser Zeit. Im Inneren finden sich geschnitzte dunkle Holzräume und Designelemente, die auf die Zuckergeschichte des ursprünglichen Eigentümers anspielen.
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