Aegidienkirche, Gotische Abteikirche in Innenstadt, Braunschweig, Deutschland.
Die Aegidienkirche ist eine gotische Hallenkirche im südlichen Teil der Braunschweiger Innenstadt, die ohne Türme gebaut wurde. Das Innere gliedert sich in drei gleich hohe Schiffe und beherbergt ein dreimanualiges Klais-Orgel sowie einen Taufstein aus portugiesischem Marmor.
Die Kirche wurde 1115 als Klosterkirche eines Benediktinerklosters gegründet und brannte 1278 nieder. Nach dem Brand wurde sie im gotischen Stil neu errichtet und bis 1320 fertiggestellt.
Der Name der Kirche geht auf den heiligen Ägidius zurück, einen frühmittelalterlichen Einsiedler, der als Schutzpatron der Armen und Bettler verehrt wird. Im Inneren prägen regelmäßige Chorproben und Konzerte den Alltag des Raums, sodass man den Ort häufig mit Musik erfüllt vorfindet.
Die Kirche liegt im südlichen Teil der Innenstadt und ist gut zu Fuß erreichbar; von dem kleinen Platz davor hat man einen freien Blick auf die gotische Fassade. Die Öffnungszeiten können je nach Konzerten oder Proben variieren, ein kurzer Blick auf den aktuellen Veranstaltungsplan lohnt sich vor dem Besuch.
An den Kapitellen der Säulen sind mittelalterliche Steinreliefs mit Dämonen und Blattornamenten erhalten, die aus der Zeit stammen, als das Gebäude als Gefängnis genutzt wurde. Diese Details sind klein und fallen beim Durchschreiten der Kirche leicht ins Auge, wenn man gezielt nach oben schaut.
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