Fritz-Kissel-Siedlung, Wohnkomplex in Sachsenhausen, Deutschland.
Fritz-Kissel-Siedlung ist ein großes Wohnviertel im Sachsenhausen-Bezirk von Frankfurt, das aus mehrgeschossigen Wohnhäusern besteht, die in Reihen angeordnet sind. Die Häuser haben drei bis fünf Stockwerke, einige Gebäude ragen mit sieben Stockwerken auf und zwischen den Häusern gibt es offene Grünflächen.
Das Wohnviertel wurde zwischen 1950 und 1955 nach den Kriegszerstörungen neu gebaut und war Frankfurts größtes Wohnprojekt der Nachkriegszeit. Die Planung folgte modernen städtebaulichen Ideen von Ernst May und Herbert Boehm, die zeigen sollten, wie eine zeitgemäße Stadt wieder aufgebaut werden kann.
Die Siedlung zeigt im Layout und in der Architektur die Grundsätze des Wiederaufbaus nach dem Krieg: getrennte Wege für Fußgänger und Autos, grüne Flächen zwischen den Häusern und eine übersichtliche Anordnung. Bewohner und Besucher erleben heute ein lebendiges Wohnviertel, in dem diese funktionale Planung aus den 1950ern noch deutlich sichtbar ist.
Die Siedlung ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar - die Straßenbahnlinien 17 und 18 verbinden das Viertel direkt mit der Innenstadt Frankfurts. Es gibt Geschäfte und Dienstleistungen an den Kreuzungen von Mörfelder Landstrasse und Stresemannallee, so dass tägliche Besorgungen im Viertel gemacht werden können.
In den Jahren 2020 und 2021 wurden 82 neue Wohnungen durch Aufstockung und Erweiterung bestehender Häuser hinzugefügt, ohne die historische Struktur des Viertels zu zerstören. Dies zeigt, wie ein über 70 Jahre altes Wohnviertel modernisiert und an aktuelle Bedürfnisse angepasst werden kann.
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