Kostheimer Brücke, Straßenbrücke in Mainz-Kostheim, Deutschland
Die Kostheimer Brücke ist eine Straßenbrücke über den Main in Mainz-Kostheim, die seit Jahrzehnten zwei Stadtteile miteinander verbindet. Sie hat ein stabiles Stahlgerüst und separate Bereiche für Autos, Radfahrer und Fußgänger, die nebeneinander verlaufen.
Die erste Brücke ging 1887 in Betrieb, mit hölzernen Fachwerk-Bogenträgern des MAN-Werks Gustavsburg auf Pfeilern, die Philipp Holzmann & Cie. in Senkkasten-Gründung ausführte. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde sie 1947 mit einem einfacheren Überbau in Warren-Fachwerk wiederaufgebaut. Hessen Mobil plant einen Neubau, und das Landesamt für Denkmalpflege prüft eine Anerkennung als Kulturdenkmal.
Die Brücke trägt ihren Namen von Kostheim, einem Stadtteil mit langer Handelsgeschichte am Mainufer. Heute ist sie ein alltäglicher Teil der Verkehrslandschaft und verbindet zwei Uferseiten, die beide ihre eigenen Märkte und lokalen Besonderheiten haben.
Die Brücke ist tagsüber leicht zugänglich und bietet sichere Wege für Fußgänger und Radfahrer mit klarer Trennung vom Straßenverkehr. In Stoßzeiten ist der Verkehr dicht, daher ist es ratsam, sie außerhalb der Rushhour zu nutzen oder sich Zeit zum Überqueren zu nehmen.
Unter dem Wasser liegen Reste einer römischen Brücke aus dem Jahr 374, die man bei sehr niedrigem Wasserstand manchmal sehen kann. Diese archäologischen Spuren erinnern daran, dass dieser Flussübergang seit fast zwei Jahrtausenden genutzt wird.
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